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PRO ASYL fordert Abkehr von der Politik des Ausreisedrucks auf Kosovoflüchtlinge |
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Samstag, 10. März 2007 |
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Auf einer Pressekonferenz in Berlin hat PRO ASYL die Abkehr Deutschlands von der bisher verfolgten Politik eines kontinuierlich erhöhten Ausreisedrucks gefordert. Angesichts der weiterhin schwierigen Situation im Kosovo seien Abschiebungen nicht vertretbar. Die Gründe hat Karsten Lüthke, bis vor einigen Monaten als Repatriation Adviser für UNMIK im Kosovo tätig, in einem aktuellen Papier „Perspektiven bei einer Rückkehr in das Kosovo, insbesondere für Angehörige ethnischer Minderheiten" zusammen gefasst.
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Ex-Regierungschef Haradinaj vor UN-Tribunal |
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Dienstag, 6. März 2007 |
 Vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat der lange erwartete
Prozess gegen den ehemaligen UCK-Kommandanten und
Kosovo-Premierminister Ramush Haradinaj begonnen. Haradinaj wird unter
anderem vorgeworfen, 1998 mit seiner UCK-Einheit neben serbischen
Zivilisten gezielt Roma aus der Region im Südwesten Kosovos vertrieben
zu haben. Auch albanische Gegner der UCK wurden von Haradinaj
terrorisiert. Chefanklägerin Carla del Ponte nannte Haradinaj zum
Prozessauftakt einen „Gangster und Warlord". Der Prozess ist bisher der
einzige Versuch, einzelne Kriegsverbrechen an Kosovo-Roma vor Gericht
zu bringen. 1998 und 1999 waren von albanischen Extremisten mehrere
zehntausend Roma als „Kollaborateure der Serben" aus dem gesamten
Kosovo vertrieben worden. Mehrere hundert waren dabei ermordet worden.
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UNICEF fordert großzügige Aufenthaltsregelung für Romaflüchtlinge aus dem Kosovo |
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Montag, 5. März 2007 |
Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat sich auf einer Konferenz zur Lage von
Roma-Kindern in Südosteuropa und Deutschland für eine großzügige
Aufenthaltsregelung eingesetzt. Von den rund 50.000 Roma-Flüchtlingen
aus dem ehemaligen Jugoslawien in Deutschland seien zwei Drittel nur
geduldet und täglich von Abschiebung bedroht. Außerdem dürften sie
nicht arbeiten und an Sprach- und Integrationskursen teilnehmen. Der UNICEF-Bericht kann hier heruntergeladen werden: http://www.unicef.de/4298.html
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ERTF: Keine Sicherheitsgarantien für Roma im Kosovo |
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Freitag, 23. Februar 2007 |
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Das European Roma and Travellers Forum (ERTF) beim Europarat in
Strasbourg warnt vor eskalierender Gewalt im Kosovo. Die Organisation
hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die Sicherheit der
Roma zu garantieren. Den im Kosovo verbliebenen Roma rät ERTF Präsident
Rudko Kawczynski, sich auf eine eventuelle “Evakuierung” vorzubereiten.
Seit 1999 seien 150.000 Roma aus dem Kosovo vertrieben worden.
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Unabhängig von allen Minderheiten? - Kritik am Ahtisaari-Plan |
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Donnerstag, 22. Februar 2007 |
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Bei Gesprächen in Wien verhandeln bis Anfang März Delegationen der
serbischen Regierung und der albanischen Selbstverwaltungsorgane des
Kosovo über den Vorschlag des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari zur
Zukunft Kosovos. Die Interessen der nicht-albanischen und
nicht-serbischen nationalen Minderheiten wie Roma, Ashkali,
Kosovo-Ägypter oder Gorani bleiben dabei ausgeklammert. Martti
Ahtisaari hat sich geweigert, die Vertreter dieser Gruppen am
Verhandlungsprozess zu beteiligen. Weder die serbische noch die
albanische Seite greift ihre Interessen auf. In einem Autorentext für
die Wiener Tageszeitung „Der Standard“ kritisiert Stephan Müller das
Vorgehen Ahtisaaris und der beiden Verhandlungsdelegationen. Wir
dokumentieren Auszüge aus dem Text, der am 22.2.2007 unter der
Überschrift „Unabhängig - von allen Minderheiten?“ erschienen ist.
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European Roma Traveller Forum fordert erneut Beteiligung der Kosovo-Roma an Statusgesprächen |
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Montag, 29. Januar 2007 |
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In einem offenen Brief an den UN-Gesandten Martti Ahtisaari hat das
European Roma Traveller Forum die Forderung bekräftigt, an den
Gesprächen über die Zukunft Kosovos beteiligt zu werden. Ohne eine
Beteiligung der Kosovo-Roma sowie der Diaspora könne kein gerechtes und
demokratisches Verhandlungsergebnis erzielt werden. Das Forum bemüht
sich seit einem Jahr vergeblich um ein Gespräch mit Ahtisaari.
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Human Rights Watch beklagt nachlassendes Interesse an Menschenrechtssituation in Kosovo |
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Samstag, 13. Januar 2007 |
Die Verhandlungen über den zukünftigen Status Kosovos haben die
drängenden Menschenrechtsprobleme in den Hintergrund treten lassen,
wird in dem neuen "Worldreport 2007" der Menschenrechtsorganisation
Human Rights Watch beklagt. Vor allem Roma, Ashkali und Ägypter lebten
weiterhin marginalisiert und manchmal auch gefährlich, während eine
Rückkehr von Flüchtlingen praktisch nicht mehr stattfinde. Das
Justizsystem sei schwach, so dass immer noch ein Klima der
Straflosigkeit herrsche. Beklagt wird auch, dass Roma von den
Statusverhandlungen ausgeschlossen blieben. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden.
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Innenminister beschließen Regelung für Bleiberecht |
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Freitag, 1. Dezember 2006 |
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Nach jahrelangem Streit haben sich die Innenminister von Bund und
Ländern auf ihrer Konferenz am 17. November in Nürnberg auf eine
Regelung zum Bleiberecht für langjährig Geduldete geeinigt. Die
Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung ist jedoch an so strenge
Auflagen geknüpft, dass wohl nur 10-20% der knapp 200.000 Geduldeten
davon profitieren werden.
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Stellungnahme von roma-kosovoinfo zur Antwort der Bundesregierung auf Große Anfrage
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Montag, 23. Oktober 2006 |
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Wie berichtet,
hat die Bundesregierung auf eine große Anfrage der Fraktion Bündnis 90
/ Die Grünen „Zur Situation von Roma in der Europäischen Union, in den
EU-Beitrittsländern und im Kosovo“ geantwortet. In großen Teilen
fragwürdig sind die Passagen
zur Situation der Roma in Kosovo. Entgegen aller bisherigen Berichte
wird etwa die Bleibelastung in den Flüchtlingslagern von Nord-Mitrovica
nicht mehr überwiegend als Folge der Umweltverseuchung durch eine
stillgelegte Mine betrachtet, sondern als Folge des Ausschlachtens von
Autobatterien durch die Bewohner. Auf Anfrage von Pro Asyl hat
roma-kosovoinfo eine Stellungnahme zu diesen und anderen Behauptungen
verfasst, die unter "Dokumente" heruntergeladen werden kann.
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Neuer Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe |
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Freitag, 20. Oktober 2006 |
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Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) hat die Effektivität der
Sicherheitsorgane und des Justizsystems Kosovos untersucht. Die Bilanz
der polizeilichen und gerichtlichen Aufarbeitung interethnischer Gewalt
in Kosovo sei verheerend, heißt es in dem Bericht, der im Bereicht "Dokumente" herunter geladen werden kann.
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European Roma and Traveller Forum: Roma in Kosovo jahrelang ignoriert |
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Freitag, 22. September 2006 |
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Das European Roma and Traveller Forum hat die internationale
Gemeinschaft davor gewarnt, weiterhin die Rechte und Interessen der
Roma zu ignorieren. „Wenn die internationale Gemeinschaft weiterhin die
Rechte der Roma negiert, bedeutet das, dass sie vor der Gewalt
kapituliert hat“, sagte Rudko Kawczynski, der Präsident des Forums, auf
einer Konferenz in Pristina (engl.).
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