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Chachipe bezeichnet Abschiebungen von Roma nach Kosovo als großangelegten Menschenversuch
Donnerstag, 1. Oktober 2009
(Chachipe) Die Menschenrechtsvereinigung Chachipe hat die am Montag stattgefundene Abschiebung einer Gruppe von Roma aus Deutschland nach Kosovo schärfsten verurteilt. Die Abschiebung erfolgte auf Grundlage eines bilateralen Rückübernahmeabkommens, das zu Beginn dieses Jahres, zwischen der Bundesregierung und der Regierung Kosovos ausgehandelt wurde, aber bisher noch nicht ratifiziert wurde. Chachipe erklärte, dass die Abschiebung von Roma nach Kosovo gegen die Stellungnahme des UN-Flüchtlingswerkes über die andauernde Schutzbedürftigkeit von Personen aus dem Kosovo verstößt, und beschuldigte die Bundesregierung und die Innenministerien der Länder, die Lage der Roma in Kosovo bewusst schönzureden und Sicherheitsbedenken herunterzuspielen.
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Pro Asyl: Deportation in Elend und Diskriminierung. Massenabschiebungen in den Kosovo beginnen
Montag, 21. September 2009
(Pro Asyl) Direkt im Windschatten der Wahl geschehen die ersten Grausamkeiten der neuen Legislaturperiode. Während in der nächsten Woche über mögliche Koalitionen und Programme diskutiert wird, markiert ein Charterflug ab Düsseldorf am 28. September den Start von Massenabschiebungen in den Kosovo. Mehreren tausend bislang ausländerrechtlich geschützten Roma droht die Abschiebung.
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Übergriffe gegen Roma - Human Rights Watch/Amnesty International fordern Untersuchungen
Dienstag, 8. September 2009
Die Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch (HRW) und Amnesty International haben auf die ungebrochene  Gefährdungssituation für Roma im Kosovo aufmerksam gemacht: Im Kosovo sei die Roma-Minderheit nach wie vor Gewaltakten ausgesetzt; die Behörden würden keine geeigneten Maßnahmen zum Schutz der Minderheit und zur Aufklärung solcher Straftaten ergreifen.
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Chachipe: Zwischenfälle werfen Zweifel an Berichterstattung über Lage der Minderheiten auf (PR)
Mittwoch, 19. August 2009
In einem Bericht über eine Serie von Angriffen auf Roma in Gnjilane, im Osten Kosovos, die möglicherweise einen ethnischen Hintergrund haben, äußert die Menschenrechtsorganisation Chachipe ernsthafte Zweifel über die Qualität und Objektivität der Berichterstattung über ethnisch motivierte Gewalttaten gegenüber Roma. Berichten zufolge, wurden in den letzten Juliwochen in einem traditionellen Romaviertel in Gnjilane, mehrere Roma von albanischen Nachbarn angegriffen und misshandelt, ohne dass die internationalen Organisationen darüber berichtet hätten.
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Menschenrechtskommissar forder europäische Staaten auf, keine Flüchtlinge ins Kosovo abzuschieben
Sonntag, 5. Juli 2009
Ein neuer Bericht des Menschenrechtskommissars des Europarats hebt die anhaltende anhaltende Diskriminierung der Roma, Ashkali und Kosovoägypter hervor. Die allgemeine Sicherheitslage für diese drei Gemeinschaften im Kosovo, die wirtschaftliche und soziale Lage seien die wesentlichen Hindernisse für eine dauerhafte Rückkehr der Flüchtlinge. Der Kommissar fordert die europäischen Staaten daher auf, von Abschiebungen abzusehen und den Flüchtlingen ein Bleiberecht zu garantieren, bis sich die Lage in Kosovo verbessert hat. Der vollständige Bericht kann hier herunter geladen werden.
 
Auch Niedersachsen beginnt mit Abschiebungen von Roma
Freitag, 3. Juli 2009
(Chachipe) Am vergagenen Freitag wurde Semsi R. in Göttingen festgenommen, als er seine Duldung verlängern wollte. Gestern wurde er abgeschoben. Der Fall des 40-jährigen Mannes, der Vater von vier in Deutschland geborenen Jugendlichen ist, wo Semsi R. seit 17 Jahren lebt, ist der erste bekanntgewordene Fall in Niedersachsen, wo ein Kosovoroma auf Grundlage des Anfang des Jahres zwischen der Bundesregierung und der kosovarischen Behörden ausgehandelten bilateralen Wiederaufnahmeabkommens  abgeschoben wurde. Vor sechs Wochen wurde ein anderer Kosovoroma aus Fuldatal in Hessen nach Kosovo abgeschoben.
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Hessischer Landtag lehnt Bleiberecht für Romaflüchtlinge aus dem Kosovo ab
Freitag, 26. Juni 2009
Eine Mehrheit aus konservativen und liberalen Abgeordneten hat gestern einen Antrag der Partei “Die Linke” abgelehnt, Romaflüchtlingen aus dem Kosovo ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren. Der Antrag, der gestern im Innenausschuss in Wiesbaden diskutiert wurde, wurde von Grünen und SDP unterstützt.
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HRW fordert umgehende Schließung der vergifteten Lager
Mittwoch, 24. Juni 2009
ImageDie kosovarischen Behörden sollen gemeinsam mit Gebern der internationalen Gemeinschaft die mit Blei verseuchten Flüchtlingslager, in denen vertriebene Roma leben, unverzüglich schließen. Zudem sollen die Bewohner umgesiedelt und die medizinische Versorgung zur Behandlung von Bleivergiftungen sichergestellt werden, so Human Rights Watch in dem heute veröffentlichten Bericht „Poisoned by Lead: A Health and Human Rights Crisis in Mitrovica's Roma Camps".
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Chachipe fordert EU auf, nachhaltige Lösung für Romaflüchtlinge aus dem Kosovo zu finden
Mittwoch, 10. Juni 2009
Anlässlich des zehnten Jahrestages des Ende des Krieges in Kosovo, hat Chachipe einen dringenden Appell an die EU gerichtet, eine Lösung der Flüchtlingskrise zu finden. Zehn Jahre nach Ende des Krieges warten mehrere zehntausend Kosovoroma immer noch auf eine Lösung ihres Schicksals, sagt der Verein in einem Schreiben an den Europäischen Rat.
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10 Jahre Kriegsende: Amnesty fordert effektive Aufklärung über Schicksal von Verschwundenen
Montag, 8. Juni 2009
ImageZehn Jahre nach Ende des Kosovo-Krieges warten immer noch rund 1.900 Familien im Kosovo und in Serbien auf Gewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen. Wie ein heute veröffentlichter Bericht von Amnesty International zeigt, haben die Behörden Serbiens wie des Kosovos versagt, Kriegsverbrechen, insbesondere das Verschwindenlassen, angemessen aufzuarbeiten. Das habe zu einer de-facto- Straflosigkeit für die Verbrechen des Kosovo-Krieges geführt, heißt es in dem Bericht, der hier heruntergeladen werden kann.
 
Minority Rights Group: Minderheiten verlassen den Kosovo
Donnerstag, 28. Mai 2009
Laut einem neuen Bericht der Menschenrechtsgruppe Minority Rights Group (MRG) verlassen aufgrund zunehmender Diskriminierung immer mehr Minderheiten den Kosovo, da sie diskriminiert und ausgeschlossen würden. Die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo im Februar 2008 habe zu einem «Vakuum» beim Schutz von Minderheiten geführt. Kleine ethnischen Gruppen hätten keinen Zugang zu Informationen. Außerdem gebe es keine Schulbildung in ihrer Muttersprache. Der Bericht (engl.) kann hier herunter geladen werden.
 
 
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